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    Sinnfluencer erobern Instagram & Co.

    6. Oktober 2020

    Wer kennt sie nicht? Influencer*innen, die ihren Urlaub genießen, in den besten Hotels übernachten, bei Modenschauen immer auf Plätzen der ersten Reihe anzutreffen sind und in den angesagtesten Restaurants die besten Speisen der Welt naschen. Und wofür? Für Youtube-Videos und Instagram-Fotos, die Hunderttausende über die Social-Media-Kanäle abonnieren – und eine damit verbundene Produktwerbung, die den Influencer*innen ein sattes Einkommen in die Tasche spült. Aber müssen es wirklich immer mehr oder weniger beliebige und vor allem konventionell hergestellte Produkte sein? Nein! Wirklich intelligente Influencer*innen denken anders.

    Ein neues Level: Sinnfluencer*innen

    Nachhaltigkeit in Form von Umweltbewusstsein, Plastikfreiheit oder Veganismus oder andere Themen wie Feminismus treiben immer mehr Menschen um. Und dieses Bedürfnis besitzen auch immer mehr Influencer*innen, die etwas gegen den blanken Konsum ohne Hinterfragen der Materialien, Produktions- und Lebensbedingungen und Umweltverträglichkeit haben.

    So wie Laura Mitulla, 26 Jahre alt, Wahl-Berlinerin und Influencerin mit 23.000 Instagram-Follower*innen und etwa 11.500 „The Ognc“-Blog-Leser*innen. Sie ist es leid, den Konsumwahnsinn gedankenlos zu unterstützen und möchte dazu anregen, dass Menschen ihre eigenen bereits vorhandenen Güter benutzen und sich Neuzugänge idealerweise leihen, tauschen, im Second Hand aussuchen oder notfalls auch zu fairen und ökologischen Neuwaren greifen.
    Ähnlich hält es Maria Nasemann, die 2009 „Germany’s next Topmodel“ werden wollte, auf Instagram fast 150.000 Follower*innen verbucht und seit gut 3 ½ Jahren den „Faiknallt“-Blog betreibt. Ihr Umdenken kam mit dem Brand der Rana Plaza Textilfabrik im Jahr 2013 in Bangladesch. Wie Mitulla ist sie der Ansicht, dass es dennoch legitim sei, über eigene Kanäle Produkte zu bewerben und zum Kauf zu animieren. Aber auf einem anderen Level als es Influencer*innen bisher meistens getan haben: Augenmaß sei wichtig – und genaue und aufrichtige Informationen, warum ein bestimmtes Produkt infrage kommen oder lieber im Regal bleiben sollte. Dann wäre auch der große Aufwand und die viele Arbeit, die mit Social-Media-Kanälen verbunden seien, sinnvoll vergütet.

    Keine schlechte Idee, den Konsum in nachdenkliche und nachhaltige Bahnen zu lenken. Schließlich wäre es wenig authentisch, wenn Influencer*innen auf einmal von sämtlichen Gütern auf diesem Planeten Abstand nehmen und nur noch in einem Karton wohnen würden. Von daher wirkt Sinnfluencing tatsächlich wie ein sinnvoller Schritt in die richtige Richtung. Und so ist es Mitulla und Nasemann zu wünschen, dass ihre Follower*innen und auch andere Influencer*innen den Mehrwert ihres Tuns erkennen, würdigen und in ihren Beispielen folgen.

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