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    Michael Kors kauft Versace für $2 Milliarden Dollar

    10. Oktober 2018
    Michael Kors kauft Versace für $2 Milliarden Dollar
    © Michael Kors

    Wenn es um Unternehmensfusionen oder –Übernahmen von globaler Dimension geht, so denkt man fast automatisch an die New Economy.

    Kein Wunder, haben die zugehörigen Branchen in den letzten Jahren doch die Wirtschaftsnachrichten weitgehend dominiert. Autohersteller und die Finanzindustrie könnte man in diesem Zusammenhang vielleicht noch erwähnen, die meisten traditionellen Wirtschaftszweige werden aber allenfalls noch als Randnotiz erwähnt. Wenn aus dieser Richtung dennoch große Schlagzeilen produziert werden, muss es sich schon um eine echte Bombe handeln. Das amerikanische Label Michael Kors hat durch die Übernahme der italienischen Luxusmarke Versace eine solche Bombe gezündet. Der hohe Übernahmepreis von rund 1,8 Milliarden Euro sorgt dabei für zusätzliche Sprengkraft.

    Die Übernahme: Trauriges Schicksal aller erfolgreichen Traditionsunternehmen?

    Fakt ist, dass vor allem italienische Unternehmen aufpassen müssen, dass ihnen das Ruder nicht komplett aus der Hand genommen wird. Viele große Namen, die seit Jahrzehnten das Rückgrat der italienischen Wirtschaft darstellen und auch global gerne mitreden, sind zwar nach wie vor existent. In vielen Fällen gehören sie aber längst zu irgendwelchen Heuschrecken oder, mit etwas mehr Glück, zu international agierenden Firmengruppen.

    Allerdings muss nicht jede Firmenübernahme feindlich sein, sondern kann auch neue Chancen in sich bergen. Eine solche Chance sehen Branchenkenner auch für Versace. Zwar ist die 1978 durch Gianni Versace gegründete Luxusmarke global gut aufgestellt und findet gerade bei Stars und erfolgreichen Unternehmern begeisterte Kunden. Auch das aufstrebende China mausert sich für Versace zu einem vielversprechenden Zukunftsmarkt. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Versace stark unter der globalen Finanzkrise 2008 gelitten hat und Jahre brauchte, um aus den roten Zahlen wieder in die Gewinnzone zu klettern. Mit einem Unternehmensgewinn von 15 Millionen Euro in gesamten Jahr 2017 sieht der Erfolg aber etwas mager aus.

    Was kann Michael Kors, was Versace nicht kann?

    Im Vergleich zu Versace hat Michael Kors nicht nur einen großen Namen, sondern auch deutlich größere Umsätze. Vor allem mit den Marken Michael Kors und Jimmy Choo erreichte man 2017 einen Umsatz von 4,7 Milliarden. Dabei profitiert man vor allem davon, dass die bisherigen Marken preislich als Einstieg in die Luxusklasse betrachtet werden können. Mit Versace streckt sich Michael Kors nun ein ordentliches Stück nach oben und ergänzt sein Portfolio durch einen der renommiertesten Namen im internationalen Modegeschäft. Dass Donatella Versace dem Unternehmen als kreativer Kopf erhalten bleibt, dürfte nicht nur eingefleischte Versace-Fans beruhigen, sondern auch den Aktienkurs positiv beeinflussen.

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