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    Schweden hat das ganze Land bei Airbnb inseriert

    7. Juli 2017

    Airbnb kennen die meisten Menschen längst als interessante Alternative zum Hotel. Denn wenn Privatleute als Vermieter für das Schlafquartier auftreten, wird es in aller Regel preiswerter und unkomplizierter als irgendwo sonst. Außerdem besteht die Möglichkeit, nette Leute kennenzulernen und vielleicht auch mal in einer außergewöhnlichen Unterkunft zu residieren. Denn das Angebot reicht hier vom Klappsofa im Wohnzimmer der Studenten-WG bis hin zum exklusiven Honeymoon-Bungalow mit spektakulärem Meerblick. Aber auch gläserne Luxusvillen, altehrwürdige Schlösser, Leuchttürme oder Baumhäuser sind zu finden und rücken Airbnb somit in ein ganz besonderes Licht. Kurz: Airbnb ist nicht nur eine Sache für preisbewusste Urlauber, sondern bietet auch ganz neue Blickwinkel und Eindrücke.

    Schweden ist anders!

    Zahlreiche Touristen, die es immer wieder ins größte Land Skandinaviens zieht, würden das klar bestätigen. Und da sich viele dieser Übernachtungsgäste gerne dafür entscheiden, ihre Unterkunft bei Airbnb zu buchen, hat sich die Agentur Forsman & Bodenfors eine ganz besondere Kampagne einfallen lassen: Ab sofort wird das gesamte Land als Unterkunft für Urlauber angepriesen. Klingt unglaublich? Ist aber wahr!

    Darum geht es: Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern dieser Welt (und auch im Gegensatz zu Deutschland) gilt in Schweden auf öffentlichem Grund das sogenannte „Jedermannsrecht“ (Allemansrätten). Befindet man sich also auf staatlichem Grund und Boden, der nicht in besonderer Art und Weise genutzt wird, darf hier jeder Mensch reiten, wandern, radfahren oder campen. Auf militärischem Sperrgebiet sollte man sich also besser nicht länger aufhalten, ansonsten ist man aber überall herzlich willkommen. Selbstverständlich impliziert das Jedermannsrecht auch die Pflicht, den genutzten Platz sauber und ordentlich zu hinterlassen.

    Ganz oder gar nicht

    Um die typisch schwedische Gastfreundschaft zu unterstreichen und auf das angesprochene Allemansrätten hinzuweisen, hat Schweden kurzerhand das gesamte Land bei Airbnb inseriert. Verständlicherweise erwartet den Gast hier kein frisch bezogenes Himmelbett, dafür aber Natur pur und eine schier grenzenlose Freiheit. Mit einer gewissen Selbstironie, aber durchaus ernst gemeint, wird in den Angeboten auf die Gegebenheiten der „Unterkunft“ hingewiesen: Schlafzimmer und Bad sind überall und draußen, die Anzahl der Übernachtungsplätze ist unbegrenzt und der Bett-Typ wird als „natürlich“ beschrieben.

    Besonders hervorgehoben wird natürlich die atemberaubende Aussicht in die freie Natur und die erwähnten „Snacks“ dürfen in Form von Beeren oder Pilzen selbst gesammelt werden.

    Ach ja: Die Klimatisierung ist in dieser Unterkunft eine komplett natürliche Sache und für die Sommermonate verspricht die Offerte außerdem eine „Naturheizung“.

    Und wieder wird deutlich, wie sehr es doch auf den individuellen Blickwinkel ankommt. Was für den Einen einfach nur „unbequem und draußen“ ist, ist für den Anderen ein Naturerlebnis der ganz besonderen Art. Eingeladen ist jeder, Schweden einmal von einer anderen Seite kennenzulernen. Dass sich nicht jeder davon angesprochen fühlt, ist den Tourismusmanagern aber ebenfalls bewusst.

    Mehr Infos: Freedom To Roam

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