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    Die ultimative Männerhöhle in Venice Beach

    21. Oktober 2018
    © Burke Doeren FULLSCREEN

    Die Wohngebiete der meisten Städte dieser Welt unterscheiden sich nur in wenigen Hinsichten voneinander.

    Natürlich ist die jeweilige Architektur immer abhängig von klimatischen Bedingungen und den finanziellen Möglichkeiten der Durchschnittsbevölkerung. Überall jedoch gilt: Nur wenige Gebäude glänzen mit ihrem ganz eigenen Charme und baulichen Besonderheiten.

    Für Venice Beach gilt diese Faustregel natürlich überhaupt nicht. Obwohl es in diesem Stadtteil von Los Angeles keine pittoreske Altstadt à la Rotenburg ob der Tauber zu entdecken gibt, ist er dennoch längst zu einem Mekka für Architekturfans geworden. Immer wieder entstehen hier Eigenheime, die zukunftsweisenden Konzepten folgen. So auch dieses Haus, das in einem bereits existenten Wohngebiet errichtet wurde. In einer Lage also, in der ein Gebäude nicht so leicht zur Geltung kommen kann wie es bei einem komplett freistehenden Haus möglich wäre.

    Ein wesentlicher Aspekt bei der Planung bestand also darin, viel Licht ins Innere des Gebäudes zu lassen – und umliegenden Häusern nicht mehr Tageslicht zu rauben als unbedingt notwendig. Das Vorhaben war also ambitioniert. Nun zeigt sich, dass man es mit Bravour gemeistert hat.

    Es werde Licht!

    Auch bei besonders lichtdurchfluteten Häusern ist es üblich, dass man das Innere des Gebäudes im Vergleich zur Umgebung als dunkler wahrnimmt. Natürlich ist dies auch hier der Fall, denn auch dieses Haus ist nicht komplett aus transparentem Glas gebaut. Trotzdem gibt man dem Tageslicht hier jede nur erdenkliche Chance. Das beginnt bereits an der Haustür, die eher einem Eingangsportal nahekommt. Der dahinterliegende Vorflur ist deutlich höher als der dann folgende Wohnbereich, was dem Besucher gleich ein Gefühl von Größe und Leichtigkeit vermittelt.

    Dies wird noch verstärkt durch die eleganten Holztöne von Wand, Decke und Fußboden. Die stylische, aber oftmals etwas kühle Atmosphäre von hell gestalteten Neubauten kommt hier gar nicht erst auf. Stattdessen erwartet einen eine elegante Gemütlichkeit, die durch stil- und farbgerechte Möbel noch verstärkt wird. Dass man bewusst auf gerade Linien und klare Winkel gesetzt hat, barg natürlich die Gefahr, das Haus könne wie eine Schachtel wirken. Tatsächlich ist aber das Gegenteil der Fall. Dank der offenen Bauweise wirkt das Haus geradezu verspielt – und absolut einladend.

    Die liebe Nachbarschaft

    Besonders glücklich sind die Bauherren auch deswegen, weil man in Venice Beach mittlerweile argwöhnisch auf Neubauten schaut. Dass hier ein Haus in eine offene Baulücke gestellt werden sollte, stieß anfänglich also auf große Bedenken. Also haben sich die Bauherren mit allen künftigen Nachbarn zusammengesetzt und ihr Vorhaben in einem offenen Gespräch erklärt. Dabei konnte man glaubhaft machen, dass man die Nachbarschaft bereichern und niemandem Probleme bereiten wolle.

    Man würde sich wünschen, dass solche Nachbarschaftsdialoge überall an der Tagesordnung wären. Denn so ließen sich viele Konflikte mit neuen Nachbarn bereits ausräumen, bevor sie überhaupt entstehen können.

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