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    Die Modewelt trauert: Das Leben des Karl Lagerfeld

    21. Februar 2019

    In wohl keiner anderen kreativen Branche liegen Genie und Wahnsinn so dicht beieinander wie in der Welt der Mode. Langweiler gibt es hier allenfalls hinter den Kulissen. Die Menschen im Scheinwerferlicht polarisieren absichtlich, um im Gespräch zu bleiben. Doch niemand konnte sich selbst derart inszenieren wie Karl Lagerfeld. Nun ist der Modeschöpfer verstorben.

    Karl Lagerfeld gehörte zu den streitbarsten Figuren der Modewelt überhaupt. Seine kreative Genialität erlaubte ihm aber auch die Exzentrik, die er an den Tag legte. Mit dunkler Sonnenbrille, weiß gepudertem Zopf und Handschuhen wirkte er fast wie ein Alien. Klar, dass man deshalb auch andere Maßstäbe ansetzte: 

    Wie alt ist Karl Lagerfeld, liebt er Männer oder doch (auch) Frauen, wie steht er generell zu Partnerschaften und Liebesbeziehungen und hat er womöglich eigene Kinder? 

    Fragen wie diese trauten sich selbst innerhalb der Regenbogenpresse nur wenige Redakteure zu stellen, wenngleich man sich insgeheim über ehrliche Antworten gefreut hätte. Aber der Modezar öffnete die Tür zu seinem Privatleben allenfalls einen klitzekleinen Spalt, wenn er denn dazu Lust hatte. Und nicht, wenn man ihn darum bat. Ob man über den Twitter-Account seiner Hauskatze Choupette tatsächliche Einblicke in Lagerfelds Alltag bekam, darf bezweifelt werden.

    Immerhin kann man Lagerfelds Werdegang weitgehend nachzeichnen

    Karl Lagerfeld gehörte unzweifelhaft zu jenen Kindern, die privilegiert aufwuchsen. Denn im Hamburg der 1930er Jahre war bittere Armut allgegenwärtig, nicht jedoch im Hause Lagerfeld. Denn Karls Vater Otto war Fabrikant der heute noch bekannten Glücksklee-Kondensmilch, daher fehlte es im schon in der Kindheit an nichts. 

    Wann genau Karls Entscheidung fiel, sich in Richtung der Modebranche zu orientieren, ist nicht exakt zu datieren. Erste Bestrebungen in diese Richtung muss es aber schon gegeben haben, als er 1953 zusammen mit seiner Mutter nach Paris zog. Hier konnte er sich zuerst einen Namen als Illustrator für die Modebranche machen. Für den Entwurf eines Mantels errang der damals 16jährige (oder 21jährige) bei einem Wettbewerb des internationalen Wollsekretariats den ersten Platz. Eine Schneiderlehre bei Pierre Balmain absolvierte erst im Anschluss. Damit war ein perfekter Grundstein für seine Karriere gelegt.

    In den folgenden Jahren und Jahrzehnten arbeitete Lagerfeld für große Namen wie Jean Patou, Chloé, Fendi und natürlich Chanel. Seine eigene, in den 1990er Jahren gegründete Marke „Lagerfeld“ wurde inzwischen an den Modekonzern Tommy Hilfiger veräußert.

    Lagerfeld, der in den letzten Lebensjahren wohl als Junggeselle lebte, war bis kurz vor seinem Tode in seinem Beruf aktiv. Wie oft ihm Zeit für seine angeblich 300.000 Bücher umfassende Privatbibliothek blieb, wird sich vielleicht nicht mehr beantworten lassen. Karl Lagerfeld ist tot, das Mysterium lebt weiter. 

    Ruhe in Frieden, großer Meister!

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